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108 Kinder landen auf Okinawa!

Herr Fukushima, der Herbergsvater, bei seiner Willkommensrede: Er erklärt den Kindern die Regeln für die Zeit auf Okinawa und dass der Ferienaufhalt aufgrund der Spenden aus Deutschland ermöglicht wurde.

Bereits zum zweiten Mal konnten über 100 Kinder aus der Präfektur Fukushima für die Schulferien nach Okinawa eingeladen werden. Die Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren freuen sich nun auf’s Campen in der Natur, auf Sport im Freien und viele andere Freizeitaktivitäten. Aufgeteilt in Kleingruppen kümmern sich 10 Studenten und ein Dozent aus Kansai (Biwako Seikei Sports College) plus ein Tauchleher von der Ryukyu University Okinawa um einen reibungslosen Ablauf und die Freizeitaktivitäten. Sie sind spezialisiert für Abenteuerurlaube und Sportaktivitäten mit Kindern in der Natur. Neben einigen freiwilligen Helfern sind dieses mal auch Jugendliche aus Fukushima als Helfer dabei, die letzten Sommer noch als Teilnehmer hier waren. Abwechselnd in zwei Altersgruppen wird es ein dreitägiges Camping mit einem langen Tagesmarsch in der Natur geben, wo sich die Kinder regenerieren und auspowern sollen.

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25. März 2012

Erstes Kennenlernen

Heute Morgen sind alle um 6.30 aufgestanden und haben zusammen mit den Gruppenleitern einen ausgiebigen Morgenspaziergang im benachbarten Park gemacht.

Bevor es los ging, versammelten sich alle auf der großen Wiese vor der Jugendherberge zu einer kurzen Morgengymnastik in der aufsteigenden Sonne. Obwohl es ziemlich früh am Morgen war, war es schon recht warm. Im Vergleich zum winterlichen Nord-Japan, wo gerade noch Schnee liegt, fallen die bunten Farben der Pflanzen und Wiesen auf. Wir sind barfuß durch das Gras gelaufen und einige Kinder haben sogar fünfblättrige Kleeblätter gefunden.

Im nahegelegenen Fluss fischten einige auch nach Krabben .
Danach gab es Frühstück: frische Früchte, Brot, Cornflakes mit Milch, Omlette, Fleischbällchen aber auch Pommes-Frittes mit Ketchup 🙂

Nach lustigen Kennenlern-Spielen auf der Wiese halfen die Betreuer den jüngeren Kindern in der Mittagspause bei ihren Hausaufgaben. Währenddessen bekamen die älteren Kinder eine Einführung für das Jungle-Camp, das morgen für sie beginnt. Sie haben den Bus, der Zelte, Schlafsäcke und Kochequipment zum Zeltplatz bringt, schon gepackt.

Nachmittags konnten sie zwischen den verschiedenen Sportarten wählen: Völkerball, Fußball, Basketball, Tennis. Ein langer, schöner Tag im Freien geht zu Ende.

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26. März 2012

Campen unter Sternenhimmel

Heute sind die älteren Kinder für 3 Tage zum Campen und Wandern in den Dschungel gefahren. Energisch wurden sie von den kleinen Kindern verabschiedet – neidisch waren sie nicht, denn sie dürfen dafür am Ende der Woche im Norden der Insel direkt am Strand zelten…

Nach 4 Stunden Busfahrt landete die Gruppe von etwa 60 Kindern im Norden der Insel auf dem Zeltplatz: nachdem alle Zelte fachgerecht aufgestellt waren, wurde bis in den späten Nachmittag nach Herzenslaune getobt…

… oder entspannt oder musiziert …

Selbstgekochter Curry-Reis stillte schließlich die hungrigen Mägen.

Zu guter Letzt bescherte unser mexikanischer Barde Hector den Kindern bei einem Nachtspaziergang ein kleines Live-Echo-Konzert am Waldesrand.

Unter wolkenfreiem Sternenhimmel wollen die Kräfte schnell wieder aufgetankt sein, denn morgen erwartet die Kinder eine 40 km lange Wanderung… mit verlockendem Ziel: Das Meer!

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27. März 2012

40 km schweißen zusammen!

Die Grossen traten heute eines der Highlights des Camps an. Jede Kleingruppe (jeweils 7 bis 8 Kinder) brach um 7:30 Uhr mit ihren Leitern und den Volunteers zu einer Tageswanderung auf. Der Hike ging vom Zeltcamp aus 40km bis an die nördlichste Spitze Okinawas zur nächsten Station des Camps.
Blauer Himmel und für deutsche Verhältnisse sommerliche Termperaturen begleiteten uns bis ans Ende der Wanderung.
Okinawas Natur, bestehend aus einer subtropischen Flora und Fauna, war für die Kinder hautnah zu spüren. Hier und da entdeckten die Kinder Echsen, Vögel, und auch ein Wildschwein. Insgesamt waren die Gruppen zwölf Stunden unterwegs und die Ankunft der letzten Gruppen war im Dunkeln. Nach der Ankunft an den Blockhütten, wo die Kinder übernachteten, kochten sie unter der Anleitung der Volunteers noch das Abendessen. Die Wanderung wird den Kindern bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

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28. März 2012

Besuch aus Dortmund und noch mehr Sonne!

Während die Großen sich heute von der Wanderung erholten, besuchten die Kleinen das Churaumi Aquarium – eines der größten Aquarien Japans.
Dabei wurde die Truppe um vier wichtige Personen bereichtert. Vorgestern traf nämlich die HILFE FÜR JAPAN Delegation von der Auslandsgesellschaft NRW e.V. aus Dortmund ein, bestehend aus der Projektinitiatorin Yoko Schlütermann (Deutsch-Japanischen Gesellschaft), ihrem Ehemann Horst Schlütermann und Herrn Klaus Wegener (Präsident der Auslandsgesellschaft Dortmund) und seiner Ehefrau Ruth Wegener. An dieser Stelle sollte noch einmal darauf hingewiesen werden, dass die Delegation ehrenamtlich arbeitet und die Spenden natürlich in keiner Weise belastet.

Sayaka hat mit ihren ehrlichen Worten nach dem HILFE FÜR JAPAN Sommercamp 2011 viele Herzen berührt. Dieses Mal kam sie als Volunteer wieder, hilft bei der rund-um-die-Uhr Betreuung der jüngsten Kinder und in der Küche.


Dankesbrief und Appell der 14-jährigen Sayaka Watanabe (Okinawa, den 22.08.2011) gelesen von Katharina Kaufmann

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29. März 2012

Informatives Beisammensein

Yoko Schlütermann, Klaus Wegener und Seiji Fukushima zeigten den ersten Rückkehrern aus dem Zeltcamp heute Fotos von den Spendenaktionen in Deutschland und sprachen mit den Kindern über ihre Erfahrungen in dem Projekt. Die örtliche Presse nutzte dabei die Gelegenheit alle wichtigen Informationen für einen u.a. ausführlichen Zeitungsbericht zu sammeln. 28. April 2012

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30. März 2012

Zelten am Strand und noch mehr Sonne

Ein weiteres Highlight des Camps war ein einsamer Strand in einem kleine Ort genannt „Oku“ im Norden Okinawas. Die erste Nacht für die Kleinen begann mit Zelten am Strand.
Nach dem Aufbau der Zelte kochten die Kleingruppen auf Feuerstellen ihr Abendessen.Am Abend versammelten sich alle an der großen Feuerstelle, um singend und klatschend um das Feuer zu tanzen. Eine große Party. Das Lied entstand während des Tages in Zusammenarbeit mit einem musikalischen Jungen – viele andere Lieder folgten…

Am Morgen warteten wir auf den Sonnenaufgang (ca. 6:20 Uhr) und reckten unsere Arme in der Morgensonne.Den ganzen Tag verbrachten die Kinder mit Sammeln von Muscheln, Sternensand (Sandkorn in der Form eines Sternes – berühmt für Okinawa), Krabben (auch eine Riesenkrabbe) oder mit Baden, Angeln, Sumoringen im Sand, Frisbee, Rennspielen, oder einfach Faullenzen. Beim Schnorcheln sahen viele Kinder bunte Fische und Korallen. Eine Gruppe der Kinder konnte sogar Wale beobachten, die sich vor der Küste aufhielten – etwas ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Die Badesaison hat noch nicht begonnen und das Meer ist noch etwas kühl, vergleichbar mit der Nordsee im Hochsommer.

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31. März 2012

Von Pizza, Kakao und Sturm

Nach den turbulenten Erlebnissen am Meer machte der Sandmann in der letzten Nacht unserer Outdoor-Camping-Woche bereits um 20:15 (pünktlich nach der Tagesschau) seine Runde.
Zuvor hatten wir den Abschluss mit (wiedermal) buntbestückten Festessen inmitten eines (wiedermal) wunderschönen, idyllisch gelegenen Naturspot (Yanbaru) zelebriert: Neben der dampfenden Reiskocherfront wurde gegrillt und original italienische Pizza belegt und … dann auch gegrillt.

Da es seit unserer Ankunft vor genau einer Woche noch keinmal Regen gab, wurde ein plötzlicher Sturm zum eindrücklichen Highlight.
Spontan verteilte unser Barde warmen Kakao damit auch alle genug Kraft für die Wanderung ins örtliche Museum aufladen konnten: es lag zwar diesmal nur knappe 300 m entfernt auf der anderen Seite des Flusses – aber mit dem Wind war wirklich nicht zu spaßen 🙂

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1. April 2012

Naha und Umgebung

Am 1. April beginnt in Okinawa die offizielle Badesaison. Da waren wir (zurück in Naha…) natürlich in der vordersten Front dabei: Seiji gab um 13 Uhr an einem nahegelegenen Badestrand den Startschuss für unsere Kinder. Obwohl das Wasser ziemlich frisch war, waren einige Kinder mutig genug ein paar Schwimmzüge zu tun. Die anderen spielten lieber am Strand. Nebenher wurde ausgiebig gegrillt und gegessen (Yakisoba, Spießchen, Filet).

Seitdem sind alle Kinder wieder glücklich vereint in der Jugendherberge und verbringen ihre Zeit abwechselnd mit Hausaufgaben und sportlichen und kulturellen Aktivitäten. Zu letzterem zählt der Besuch des berühmten Palastes SHURI in Naha: Die Architektur ist bemerkenswert, geprägt von sowohl japanischen als auch chinesischen Einflüssen.

Da Okinawas Geschichte leider eng mit Krieg verbunden ist gehörte auch der Besuch des Heiwa Koen (Mahnmal-Park zum Ende des Okinawa Krieges) und eines unterirdischen Höhlen-Lazaretts aus dem zweiten Weltkrieg zum Programm.

Bei der SAYONARA (Auf Wiedersehen) Party am letzten Abend überraschten die Gruppenleiter die Kinder mit einer verrückten Modenschau, es gab ein sehr aufwendiges Abendessen mit Torte und ein ausführliches Abschlussgespräch wo alle Kinder einmal zu Wort kamen: sie zählten die schönsten Erinnerungen auf und dankten auch mehrmals den Spendern in Deutschland.


Morgen, am 5. April 2012, steht die Rückreise bevor. Nach dem heutigen Abend sind wir uns ganz sicher: Für die Kinder waren es zwei unvergessliche Wochen voller spannender Abenteuer, neuer Freundschaften und Lebendigkeit. Das werden sie morgen nicht in ihren Koffern sondern in ihren Herzen mit in ihre Heimat nach Fukushima nehmen.

OYASUMINASAI OKINAWA // GUTE NACHT OKINAWA

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